Kel-Suu See verschwindet wieder
Der Kel-Suu-See in der abgelegenen Region Naryn in Kirgisistan soll ab dem 25. Mai 2026 kein sichtbares Wasser mehr haben. Jüngste Berichte von Reisenden beschreiben den Ort als ein trockenes, leeres Becken. Anstelle des berühmten türkisfarbenen Bergsees finden Besucher eine riesige offene Talsohle vor, die von steilen Kalksteinfelsen umgeben ist und eine dramatische, canyonartige Landschaft bildet.
Der Kel-Suu-See ist als eines der unberechenbarsten Naturwunder Zentralasiens bekannt. Es handelt sich um einen "verschwindenden See", der in einem Hochgebirgsbecken nahe der chinesischen Grenze entstanden ist, wo sich der Wasserstand je nach Schneeschmelze und unterirdischen Kalksteinkanälen dramatisch verändern kann. In manchen Jahreszeiten füllt er sich zu einem beeindruckenden blauen See, der sich kilometerweit erstreckt, während in anderen das Wasser fast vollständig abfließt und eine surreale, mondähnliche Landschaft zurücklässt. Trotz der Abwesenheit von Wasser bleibt das Gebiet aufgrund seiner abgelegenen Lage, der unwegsamen 4x4-Zufahrt und der atemberaubenden Hochgebirgslandschaft ein beliebtes Ziel für Abenteuerreisende. Die aktuelle Trockenphase unterstreicht einmal mehr das seltene geologische Verhalten des Sees und seinen Ruf als eines der ungewöhnlichsten Naturdenkmäler Kirgisistans.
